Ein Dorf – ein Team
FC Viktoria Doveren e.V.
FC Viktoria Doveren e.V.
Vor rund 115 Jahren kamen in Doveren sportbegeisterte Jugendliche – viele von ihnen Schüler des Linnicher Seminars und des Gymnasiums Erkelenz – auf die Idee, auch in ihrem Heimatort den Fußballsport einzuführen. Das Interesse war groß, bei der älteren Generation stieß die neue Sportart allerdings zunächst auf wenig Begeisterung.
Da man sich anfangs keinen Lederball leisten konnte, trafen sich die Jugendlichen sonntags in der Stellmacherei Führen, eigentlich zum Kegeln. Statt die üblichen 5 Pfennig Einsatz an die Sieger auszuzahlen, beschlossen sie, das Geld in eine Fußballkasse einzuzahlen. Zum Kassierer wählten die Jugendlichen Karl Bleilevens. Mit einem Stoffball übte man schließlich auf dem freien Platz am „Kaiserstein“, der auch als Turnplatz der Volksschule diente. Dort erlernte man die Spielregeln.
Im August 1910 fand schließlich die Gründungsversammlung des Vereins statt – erneut in der Stellmacherei Führen, weil die jugendlichen Mitglieder laut Gesetz noch keine Gaststätte betreten durften.
Der erste Vorstand bestand aus:
1. Vorsitzender: Abel Horn
Schriftführer: Peter Jünger
Kassierer: Karl Bleilevens
Spielführer: Peter Cohnen
Zu den Gründungsmitgliedern zählten u. a. Karl und Leo Bleilevens, Peter und Robert Horn, Heinrich und Peter Führen, Josef Gossen, Willi Hermanns, Christian Meurer, Heinrich Peitz, August und Willy Klothen sowie weitere sportbegeisterte junge Männer.
Der Verein erhielt den Namen „Fußballklub Victoria“. Als Vereinslokal diente die Gaststätte Christian Esser. Um die Vereinskasse zu stärken, verzichteten die Mitglieder sogar auf ihr Sonntagsgeld von 50 Pfennig und spendeten es dem Verein. So konnte man schließlich den ersten Lederball anschaffen.
Die erste Spielkleidung bestand aus roten halblangen Hosen, für die Oberbekleidung gab es noch keine Vorgabe. 1911 folgte dann die erste einheitliche Ausrüstung: schwarz-gelb gestreifte Trikots und weiße Hosen. Fußballschuhe blieben jedoch zunächst ein Traum. Trainiert wurde an Sonntagnachmittagen am Kaiserstein.
Die Eltern und Gemeindevertreter hielten Fußball anfangs für eine „raue“ Sportart und unterstützten den Verein nicht. Deshalb musste man auf gemähte Wiesen oder sogar Kleeäcker ausweichen, bis die Gemeinde schließlich gegen Mietzahlung ein Gelände in den „Mönchen-Benden“ zur Verfügung stellte. Dort fand auch das erste große Spiel gegen die Mannschaft des Seminars Linnich („Contania“) statt – es endete mit einer deutlichen 0:12-Niederlage. Doch man lernte daraus: Das Rückspiel sechs Monate später verlor man nur noch 2:4. Dieser Achtungserfolg brachte dem Verein viele neue Mitglieder.
Ab 1912/13 bestritt Victoria monatlich Freundschaftsspiele gegen andere Vereine und nahm auch gerne an Sportfesten der sogenannten „wilden Vereine“ teil. Für 1913 plante man sogar ein eigenes Sportfest in Doveren. Da die Vorstandsmitglieder noch nicht volljährig waren, schien die behördliche Genehmigung zunächst zu scheitern. Der damalige Student Dr. Wilhelm Cohnen half mit der Gründung eines „Scheinvorstands“, der die erforderlichen Unterlagen unterschrieb. So konnte das Fest stattfinden – mit 32 Vereinen, die in Fußball und Leichtathletik gegeneinander antraten. Das erste Sportfest war ein voller Erfolg.
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 kam das Vereinsleben jedoch zum Erliegen. Fast alle Mitglieder mussten in den Krieg.
Erst im Frühjahr 1919 nahm Victoria Doveren wieder den Spielbetrieb auf. Abel Horn übernahm erneut den Vorsitz. Anfangs fehlte ein Sportplatz, doch im Herbst desselben Jahres stellte die Gemeinde ein neues Gelände in den Mönchen-Benden bereit. Zunächst spielte man nur Freundschaftsspiele, bis der Verein 1922 offiziell einem Verband beitrat und Meisterschaftsspiele im Kreisverband Erkelenz austragen konnte. Gleichzeitig wurden die Vereinsfarben Grün-Weiß, wie sie noch heute Bestand haben.
Nach einer kurzen Krise durch die Abwanderung vieler Mitglieder und die Gründung eines Konkurrenzvereins („Borussia Doverheide“) konnte Victoria sich ab 1924 wieder stabilisieren. 1925 übernahm Hubert Dohmen den Vorsitz, und der Verein trat dem Westdeutschen Fußballverband bei. Damit begann eine erfolgreiche Zeit, geprägt von großem Zusammenhalt und Vereinsgeist.
Ein besonderes Beispiel für diesen Einsatz zeigte sich bei der Instandsetzung des Sportplatzes: Da das Gelände in Doverheide tief lag und sich nach Regenfällen in einen See verwandelte, musste es aufgeschüttet werden. Als beim Bau des Bürgerhofsaals am Wadenberg große Erdmassen anfielen, nutzte Victoria die Chance. In gemeinsamer Arbeit wurde der Platz aufgeschüttet und den Anforderungen des Verbandes angepasst.
Besonders verdient machte sich in dieser Zeit Alfred Esser, der sich unermüdlich für den Verein einsetzte und viel zu früh verstarb.
In den 1930er Jahren hatte der Verein mit schwierigen äußeren Umständen zu kämpfen. Diese führten schließlich dazu, dass das Vereinsleben völlig zum Erliegen kam.
In dieser Zeit leitete Wilhelm Genenger den Klub.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war es Hubert Kranz – später Ehrenvorsitzender des Vereins – der zusammen mit einigen fußballbegeisterten Anhängern Victoria Doveren wiederbelebte. Er übernahm den Vorsitz, unterstützt von:
Peter Muhr (2. Vorsitzender)
Theo Pannen (Schriftführer)
Karl Schloßmacher (Kassierer)
Im Spieljahr 1949/50 gelang Victoria der große Erfolg: Man wurde Meister der 2. Kreisklasse und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf. Bald darauf konnte die erste Mannschaft sogar den Kreispokal gewinnen – ein bis dahin einmaliger Erfolg in der Vereinsgeschichte.
Zum 50-jährigen Jubiläum im Jahr 1960 veranstaltete der Verein ein großes Turnier mit umfangreichem Rahmenprogramm. Drei Jahre später, 1963, war Victoria Gastgeber der Einweihung der neuen Sportanlage „Am Junkerberg“, die bis heute, als eine der schönsten im Fußballkreis gilt.
In den folgenden Jahren wechselte die Vereinsführung mehrfach. Vorsitzende waren u. a. Mathias Mainz, Franz Schmitz und Kaspar Braun. Sportlich verlief diese Zeit eher ruhig, bis 1968 wieder ein sportlicher Aufschwung folgte.
In den 1970er Jahren begann für Victoria eine sportlich wechselhafte, aber insgesamt erfolgreiche Zeit. 1974 wurde bei der Generalversammlung eine neue Vereinsführung gewählt, die frischen Schwung brachte. Besonders in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts stellten sich wieder sportliche Erfolge ein:
1978/79 schaffte die Reserve-Mannschaft ungeschlagen den Aufstieg in die 2. Kreisliga.
Am Ende derselben Saison gewann auch die 1. Mannschaft den Kreispokal – zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte.
Das 70-jährige Vereinsjubiläum wurde 1980 mit einem Festbankett und einer großen Sportwoche gefeiert. Höhepunkt war ein Freundschaftsspiel gegen eine Prominenten-Auswahl des Westdeutschen Rundfunks. Mit Spielern wie Berti Vogts, Herbert Laumen, Heribert Faßbender, Ernst Huberty, Pit Flick, Erich Schöppner, Wilfried Luchtenberg und Gerd Baumhauer traf das Team auf eine Auswahl von Trainern benachbarter Vereine. Vor großer Kulisse endete das Spiel spektakulär mit 6:6 – ein echtes Fußballfest.
In den folgenden Jahren konnte Victoria zahlreiche Turniererfolge feiern:
1981: Reservemannschaft wird Stadtmeister
1982: Erste Mannschaft wird Stadtmeister
1982, 1983: Siege beim Kringsturnier in Millich
1983: Turniersieger in Körrenzig
1982, 1983, 1984: Turniersiege in Kofferen
Trotz dieser Erfolge gelang der ersten Mannschaft nicht der erhoffte Sprung in die Bezirksliga. Zudem musste die Reserve nach drei Jahren in der 2. Kreisliga den Abstieg in die 3. Kreisliga hinnehmen.
In den 1980er Jahren stabilisierte sich der Verein weiter. Der Vorstand unter 1. Vorsitzendem Willi Dohmen, der Victoria bereits über ein Jahrzehnt mit viel Geschick und Engagement führte, setzte sich zusammen aus:
Bruno Tomaschewski (2. Vorsitzender)
Ulrich Vennedey (Geschäftsführer)
Jakob Vennedey (Kassierer)
Helmut Pretzl (Jugendleiter)
Adolf Mirbach (Sozialwart)
Ab Mitte der 1980er-Jahre übernahm Manfred Sieben die Geschicke des Vereins. Mit einer kurzen Unterbrechung zwischen 2007 und 2009 stand er der Viktoria fast 25 Jahre lang als 1. Vorsitzender vor und wurde nach seiner Amtszeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Gemeinsam mit den Ur-Doverern Karl Achten, Tillmann Giessen, Gert Kuhl, Ralf Liedtke und Wolfgang Mainz führte er den Verein mit ruhiger Hand und souveränem Auftreten in das neue Jahrtausend.
Die Viktoria – inzwischen mit „k“ geschrieben – war in den 1990er-Jahren eine feste Größe in der Kreisliga A des Fußballkreises Heinsberg und ließ so manchen Gegner fürchten. Auch im Jugendbereich machte der Verein von sich reden und stellte regelmäßig Kreis- und Stadtmeister in verschiedenen Altersklassen.
Zu Beginn des neuen Jahrtausends bekam die Viktoria jedoch die Auswirkungen einer Ligareform zu spüren: Am Ende der Saison 2000/01 stand der bittere Abstieg in die Kreisliga B. Doch schon ein Jahr später gelang unter Trainer Antonio „Tossi“ Barata der direkte Wiederaufstieg. Zwei weitere Jahre konnte sich das Team in der A-Liga behaupten, ehe man erneut den Gang in die zweite Kreisklasse antreten musste. Aber auch hier schaffte die Mannschaft unter Barata das kaum für möglich gehaltene Kunststück des sofortigen Wiederaufstiegs in die höchste Klasse des Fußballkreises. Nach dem erfolgreichen Aufstieg 2005 beendeten Trainer Barata und Geschäftsführer Ralf Liedtke ihr Engagement bei der Viktoria.
In der Saison 2005/06 musste der Verein – nicht zuletzt aufgrund eines erheblichen personellen Aderlasses – den direkten Wiederabstieg aus der Kreisliga A hinnehmen. Bis heute sollte es der letzte Auftritt in der obersten Spielklasse des Kreises bleiben. Mit einer sehr jungen Mannschaft startete man anschließend in der Kreisliga B. Auch im Vorstand begann nun ein Generationenwechsel: Neben dem erfahrenen Vorsitzenden Sieben übernahmen Olaf Gandelheidt (2. Vorsitzender), Harald Schott (1. Geschäftsführer), Daniel Marcos (2. Geschäftsführer), Michael Mones (1. Kassierer) und Ralf Gruntmann (2.Kassierer) die zentralen Aufgaben im Verein.
Sportlich jedoch stand die Viktoria in den folgenden Jahren unter keinem guten Stern. Der Kampf gegen den Abstieg in die C-Liga schwebte wie ein Damoklesschwert über dem Junkerberg. 2007 und 2008 gelang es noch in letzter Minute, den Klassenerhalt zu sichern, doch 2009 musste der Verein schließlich den Gang in die C-Liga antreten.
Einziger Lichtblick in dieser schweren Zeit war der Bau des neuen Vereinsheims direkt am Junkerberg. Schon in den 1990er-Jahren hatte Geschäftsführer Ralf Liedtke den ersten Antrag auf Förderung gestellt. Nach langem Warten und hartnäckigem Vorarbeiten bis auf Platz acht der Prioritätenliste drohte das Projekt zu scheitern, als das Förderprogramm eingestellt wurde. Erst im Herbst 2003 gelang eine Einigung zwischen Verein, Stadt Hückelhoven und Bezirksregierung über die Kostenverteilung, die zu gleichen Teilen getragen wurde.
Im Sommer 2004 begann mit der Rodung des Hangs am Sportplatz die Bauphase. Am 1. Oktober desselben Jahres wurde feierlich der Grundstein gelegt. Ende 2005 war der Rohbau mitsamt Dach fertiggestellt. Geschäftsführer Harald Schott sprach von einem großen Fortschritt und hoffte auf eine Nutzung zur Saison 2006/07. Im Frühjahr 2006 war der Rohbau offiziell abgenommen, der Innenausbau begann. Bauleiter Fredi Niehsen, der mit unermüdlichem Tatendrang stets das Ziel vor Augen hatte, lobte den außergewöhnlichen Einsatz der Mitglieder: Bis dahin hatten die Viktorianer rund 3.500 Arbeitsstunden geleistet – ein Gegenwert von etwa 40.000 bis 45.000 Euro. Besonders engagiert waren Gerd Kuhl, Volker „Olli“ Bordack und Alois Hensen. Auch kleinere Spendenaktionen wie die Auflösung der Altherren-Kasse (300 Euro) trugen bei. Bürgermeister Bernd Jansen unterstützte die Viktoria ebenfalls, unter anderem durch eine Sammelaktion für die grünen Fensterrahmen in Vereinsfarben.
Trotz aller Fortschritte wollte sich Niehsen damals nicht auf einen festen Fertigstellungstermin festlegen – zu stark hing der Bau vom ehrenamtlichen Einsatz und der Koordination der Helfer ab. „Auf den letzten Drücker“ wurde der Rohbau Ende 2006 endgültig abgenommen. Zeitweise halfen bis zu 50 Ehrenamtliche gleichzeitig auf der Baustelle.
Nach mehr als drei Jahren Bauzeit konnte das Vereinsheim schließlich am 19. Juli 2007 feierlich eingeweiht werden. Das „Sportlerheim der Superlative“ erstreckt sich über drei Stockwerke am Hang zwischen Rasen- und Aschenplatz. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 417.000 Euro:
226.000 Euro übernahm die Stadt Hückelhoven
82.000 Euro kamen aus Landesmitteln
107.000 Euro brachte der Verein selbst auf.
Besonderes Lob erhielt das außergewöhnliche Engagement der Mitglieder, ohne deren unermüdliche Arbeit dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre. Bürgermeister Bernd Jansen und Hans-Josef Geiser vom Stadtsportverband würdigten die Viktoria für ihr Durchhaltevermögen und ihre Vereinstreue.
Mit der Einweihung des neuen Vereinsheims kam es auch zu einem Generationenwechsel im Vorstand. Wilfried Dörenkamp übernahm Verantwortung und löste nach 22 Jahren Manfred Sieben als ersten Vorsitzenden ab. Auch Harald Schott und Michael Mones traten kürzer. Ihre Nachfolger wurden Klaus Straßburg (Geschäftsführer) und Wolfgang Mainz (Kassierer). Dörenkamp betonte: „Im Viktoria-Vorstand mischen sich neue und bewährte Kräfte.“
Im September 2010 feierte der Verein sein 100-jähriges Bestehen in der Doverener Mühle. Zahlreiche Gäste aus Sport und Politik nahmen teil. Bürgermeister Bernd Jansen hob hervor, dass die Viktoria seit einem Jahrhundert für Teamgeist, Kameradschaft und Gemeinschaftsleben stehe. Besonders stolz war man auf das neue Vereinsheim, das sich inzwischen zu einem zentralen Treffpunkt entwickelt hatte.
2011 übernahmein ein sechsköpfiges Vorstandsteam um Fredi Niehsen die Vereinsführung. Niehsen, zuvor Spieler, Trainer und maßgeblich am Bau des Vereinsheims beteiligt, machte sich vor allem für die Jugendarbeit stark.
Nach sechs Jahren in der C-Liga gelang im Mai 2015 der ersehnte Aufstieg in die Kreisliga B. Trainer Willi Bock hatte die richtige Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern gefunden. Mit einem klaren 7:1-Sieg gegen Jahn Hilfarth II wurde nicht nur der Aufstieg gefeiert, sondern auch die Marke von 100 Saisontoren übertroffen.
Fredi Niehsen stellte sich 2019 nach achtjähriger Amtszeit nicht mehr zur Wahl. Erst im dritten Anlauf erklärte sich Gerd Kuhl bereit, den Verein für ein Jahr zu führen. Unterstützt wurde er von einem neu formierten Vorstand. Im Jugendbereich arbeitete man inzwischen eng mit dem SV Baal zusammen.
Um den Spielbetrieb im Seniorenbereich zu sichern, gründete Viktoria Doveren zur Saison 2021/22 eine Spielgemeinschaft mit dem SV Baal. Die 1. Mannschaft trat in der Kreisliga B an, die 2. Mannschaft in der D-Liga. Zwar half die SG kurzfristig, doch die Viktoria verlor an Eigenständigkeit und Identität.
Im Oktober 2022 zog die Viktoria die Reißleine und kündigte die Spielgemeinschaft mit Baal. Fredi Niehsen übernahm erneut den Vorsitz und stellte klar: „Es gibt genügend Doverener Jungs, um eine eigene gute Mannschaft zu stellen.“ Der Verein wollte wieder auf eigenen Füßen stehen.
Zur Saison 2023/24 stellte Viktoria Doveren wieder eine eigene 1. und 2. Mannschaft. Mit Trainer Dennis Krieger und vielen reaktivierten Spielern startete man optimistisch in der Kreisliga B. Auch im Jugendbereich war man stark aufgestellt – fast alle Altersklassen konnten besetzt werden.
Sportlich verlief die Saison 2023/24 unglücklich: Nach vielen knappen Niederlagen stieg die Viktoria im Mai 2024 in die Kreisliga C ab. Doch schon im Herbst startete das Team eine beeindruckende Serie: 26 Punkte aus zehn Spielen, darunter Siege gegen die Spitzenteams aus Granterath und Rurich. Auch strukturell tat sich viel:
Nachfolger von Fredi Niehsen - mittlerweile ebenfalls Ehrenvorsitzender - im Amt des Vorsitzenden wurde Yves Nolte. Zum zweiten Vorsitzenden wählten die Mitglieder Sascha Gers, während Daniel Marcos als Geschäftsführer gemeinsam mit Stephan Epple die Vereinsgeschäfte führte. Die Kassenverantwortung lag fortan bei Frank Allwicher und Michael Mones. Die Jugendarbeit übernahm ein junges engagiertes Team um Ben Gruntmann und Erik Engel. Zudem stellten sich mehrere Spieler der Seniorenmannschaften als Beisitzer zur Verfügung: Yannick Windeck, Fabio Garcia, Miguel da Silva Fonseca, Gilbert Ryssen und Tobias Sagert. Komplementiert wurde die Vorstandsgruppe mit Social-Media-Experte Bernd Kohnen.
Eine neue Vereinshymne „Die Elf vom Junkerberg“ entstand.
Ein Kunstrasenantrag wurde gestellt.
Im Juni 2025 schafften die Mannen um Trainer Dennis Krieger die Rückkehr in die Kreisliga B. Nach einer guten Hinrunde folgte eine überragende Rückserie. Elf Siege in elf Spielen bedeuteten den direkten Wiederaufstieg. Dennis Krieger sprach von einer „geschlossenen Vereinsleistung“. 20 verschiedene Torschützen, viele A-Junioren im Kader und eine Bilanz von 56:8 Toren in der zweiten Saisonhälfte unterstrichen den Aufschwung.
Mit dem Wiederaufstieg in die Kreisliga B blickt Viktoria Doveren optimistisch in die Saison 2025/26. Die erste Mannschaft startet mit frischem Elan in der Kreisliga B Heinsberg, Staffel 1. Die zweite Mannschaft tritt weiterhin in der Kreisliga D Heinsberg an und setzt auf die Integration junger Talente.
Auch im Jugendbereich setzt der Verein auf Entwicklung und Zusammenarbeit. Die A-Junioren spielen in der Kreissonderliga Heinsberg, während die B-Junioren in der Kreisklasse Heinsberg aktiv sind. Beide Teams profitieren von der engen Verzahnung mit den Seniorenmannschaften, was den Übergang von der Jugend in den Erwachsenenbereich erleichtert.
Viktoria Doveren bleibt seinem Motto treu: Ein Dorf – Ein Team. Mit einem engagierten Vorstand, motivierten Spielern und einer starken Gemeinschaft ist der Verein bestens gerüstet für die Herausforderungen der neuen Saison.