Ein Dorf – ein Team
FC Viktoria Doveren e.V.
FC Viktoria Doveren e.V.
Am gestrigen Montagabend hat Dennis Krieger die Vereinsführung informiert, dass er von seinem Amt als Cheftrainer zurücktritt.
Mit großem Bedauern respektiert der Verein diese Entscheidung und bedankt sich bei Dennis für seine herausragende Arbeit bei der Viktoria.
Wenn man über die vergangenen Jahre von Viktoria Doveren spricht, kommt man an seinem Namen nicht vorbei.
Er übernahm den Verein zur Saison 2023/24 in einer Phase, die alles andere als einfach war. Nach der Neuausrichtung und der Trennung der Spielgemeinschaft zwischen Baal und Doveren stand der Klub vor einem echten Umbruch. Eine Mannschaft musste praktisch neu entstehen, Strukturen mussten sich finden, und gleichzeitig lief der Spielbetrieb in der Kreisliga B weiter. Keine dankbare Aufgabe.
Der Neuaufbau erwies sich als enorm herausfordernd. Viele Spiele waren eng, oft fehlte nur ein kleines Stück, doch am Ende ließ sich der Abstieg nicht verhindern. Der Gang in die Kreisliga C zur Saison 2024/25 war bitter, aber er war auch der Startpunkt für etwas Neues.
Dennis hat genau daraus etwas gemacht. Er hat den Blick nach vorne gerichtet und nicht zurück. Es gelang ihm in kurzer Zeit, viele junge Spieler einzubauen, teilweise noch A-Jugendliche, die plötzlich im Seniorenbereich Verantwortung übernehmen mussten. Er gab ihnen Vertrauen, formte aus ihnen eine Einheit und legte damit den Grundstein für das, was folgen sollte.
Und was dann kam, wird man in Doveren so schnell nicht vergessen. Eine Rückrunde ohne einen einzigen Verlustpunkt. Elf Spiele, elf Siege. 56 zu 8 Tore. Das war nicht einfach nur erfolgreich, das war ein Statement. Mit dieser beeindruckenden Serie führte Dennis die Mannschaft zurück in die Kreisliga B.
Doch wer ihn nur an Ergebnissen misst, greift zu kurz. Sein Einsatz für den Verein ging weit über den Platz hinaus. Er hat sich Gedanken gemacht, wie sich unsere Viktoria insgesamt weiterentwickeln kann. Er hat angepackt, wo Hilfe gebraucht wurde, egal ob es um Organisation, Struktur oder kleine Dinge im Hintergrund ging, die oft niemand sieht. Er kam immer wieder mit neuen Ideen zum Vorstand, brachte Impulse ein und trieb Themen voran.
Dennis hat den Verein gelebt. Und zwar nicht nur am Wochenende oder während der Trainingszeiten, sondern jeden Tag. Viktoria Doveren war für ihn keine Aufgabe, sondern ein Teil seines Lebens.
Das kommt nicht von ungefähr. Er ist ein echtes Urgestein, ein Doverener Junge, der seit Kindestagen mit diesem Verein verbunden ist. Er weiß, was Viktoria ausmacht, weil er selbst ein Teil davon ist.
Zum Abschluss bleibt noch etwas, das den Menschen Dennis Krieger vielleicht am besten beschreibt.
Sein Rücktritt war kein leichter Schritt. Umso mehr zeigt es seinen starken Charakter, wie er damit umgeht. Denn anstatt sich einfach zurückzuziehen, hat Dennis dem Verein unmittelbar signalisiert, dass er Viktoria Doveren weiterhin unterstützen will, ganz egal in welcher Form.
Das sagt viel aus. Über seine Einstellung, über seine Verbundenheit und über das, was ihm dieser Verein bedeutet.
Dennis lässt die Viktoria nicht im Stich. Er bleibt da, wenn er gebraucht wird. Genau das macht ihn aus. Genau deshalb ist und bleibt er ein ganz besonderer Teil dieses Vereins.
Er ist Viktorianer durch und durch.
Nach dem Rücktritt von Dennis Krieger hat der Verein schnell gehandelt und eine Lösung aus den eigenen Reihen gefunden: Daniel „Quappo“ Marcos Jimenez übernimmt die Mannschaft interimsweise bis zum Saisonende.
In dieser wichtigen Phase geht es darum, die gesteckten Saisonziele noch zu erreichen und die entscheidenden Punkte einzufahren. Quappo bringt dafür beste Voraussetzungen mit. Seine erste Trainerstation hatte er bereits von 2018 bis 2022 bei Viktoria Kleingladbach, die er beachtenswert prägte. Anschließend kehrte er nach Doveren zurück und betreute den starken A-Jugend-Jahrgang von 2023 bis 2025 äußerst erfolgreich. Viele der jungen Spieler, die inzwischen im Seniorenbereich angekommen sind, kennt er dadurch sehr genau.
Die grün-weiße DNA trägt er ohnehin seit Jugendtagen in sich. Quappo ist tief im Verein verwurzelt und weiß, worauf es bei Viktoria Doveren ankommt. Umso dankbarer ist der Vorstand, dass er sich in dieser schwierigen Situation ohne Zögern bereit erklärt hat, Verantwortung zu übernehmen und zu helfen.
Quappo selbst macht deutlich, dass er die Mannschaft im Sinne von Dennis weiterführen möchte. Gleichzeitig will er neue Impulse setzen, vor allem im mentalen Bereich. Die Köpfe sollen vor den entscheidenden Spielen frei werden. Jeder im Team bekommt die Chance, sich neu zu zeigen, denn es gilt: Alle fangen wieder bei null an.
Ein zentraler Punkt wird für ihn der Zusammenhalt sein. Das Doverener Motto „ein Dorf - ein Team“ soll wieder spürbar auf dem Platz stehen. Genau darüber will er die nötige Energie freisetzen, um die wichtigen Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu holen.
Der Vorstand wünscht Quappo für seine Aufgabe viel Glück und ein gutes Gelingen.
Mo, 10. August 2026
Kreispokal; 1. Runde: Viktoria Doveren - Rheinland Dremmen