Ein Dorf – ein Team
FC Viktoria Doveren e.V.
FC Viktoria Doveren e.V.
Platz drei, siebzehn Punkte, fünf Siege und nur eine Niederlage! Nach dem achten Spieltag und dem 2:0-Erfolg gegen den kommenden Gegner Wassenberg-Orsbeck konnte sich die Bilanz unserer Viktoria mehr als sehen lassen. Eine eindrucksvolle Serie von fünf Siegen in Folge ließ am Junkerberg leise, aber spürbare Träume wachsen.
Inzwischen hat die Wirklichkeit das Bild etwas zurechtgerückt. Aus den darauffolgenden elf Partien sprangen lediglich sieben Punkte heraus, was unweigerlich zum Abrutschen auf Rang zwölf führte. Dabei war am Junkerberg von Beginn an ein gewisser Realitätssinn präsent. Einer jungen Mannschaft sind Schwankungen im Verlauf einer Saison kaum zu ersparen. Gerät sie zusätzlich in eine Ergebniskrise, fehlt in entscheidenden Momenten oft die letzte Überzeugung und nicht selten auch das notwendige Spielglück.
Dennoch lohnt sich ein genauerer Blick: In keinem der vergangenen Spiele trat die Viktoria als chancenloser Sparringspartner auf. Viele Niederlagen fielen knapp aus, manche unglücklich, andere waren dem zwischenzeitlich deutlichen personellen Aderlass geschuldet. Die Entwicklung stimmt, auch wenn sich das nicht immer in Punkten widerspiegelt.
Vor diesem Hintergrund könnte das kommende Duell in Orsbeck eine neue Richtung vorgeben. Der Tabellennachbar liegt lediglich zwei Zähler vor unserer Mannschaft, ein Spiel auf Augenhöhe ist zu erwarten. Auch beim Gegner dürfte das Selbstvertrauen zuletzt gelitten haben. Die jüngsten Auftritte sprechen eine deutliche Sprache: ein 3:6 in Birgelen und ein 0:3 gegen Schwanenberg sind Ergebnisse, mit denen sich kaum Argumente sammeln lassen.
Vor allem defensiv zeigt sich Wassenberg-Orsbeck anfällig. 63 Gegentore bedeuten eine der schwächsten Abwehrreihen der Liga. Doch auch in der Offensive fehlt es an Durchschlagskraft: 33 Treffer in 21 Spielen – nur Immerath hat weniger erzielt. Genau hier liegen die Ansatzpunkte für die Elf von Trainer Krieger.
Gelingt es, die kämpferische Geschlossenheit aus dem Spiel gegen Klinkum mit der spielerischen Qualität der talentierten Mannschaft zu verbinden, kann die Viktoria den Gegner vor erhebliche Probleme stellen. Ein Sieg am Sonntag wäre mehr als nur drei Punkte wert. Er könnte zum Ausgangspunkt einer neuen Serie werden und rund um den Junkerberg wieder jene Aufbruchsstimmung entfachen, die zu Beginn der Saison so vielversprechend in der Luft lag.
Nach dem torlosen Achtungserfolg gegen die Reserve aus Klinkum steht für unsere Zweite bereits die nächste anspruchsvolle Aufgabe an. Am Sonntag geht es zum SV Venrath, dem aktuellen Tabellenzweiten der Liga.
Die Erinnerungen an das Hinspiel sind dabei alles andere als angenehm. Die deutliche 2:7-Niederlage markiert bis heute den höchsten Rückschlag der laufenden Saison und dient zugleich als mahnendes Beispiel.
Die Ausgangslage ist somit klar: Die Mannschaft von Trainer Nolte reist als Außenseiter nach Venrath. Doch gerade in dieser Rolle liegt auch eine Chance. Mit der geschlossenen Mannschaftsleistung und der überzeugenden Einstellung aus dem Spiel gegen Klinkum will die Viktoria die Herausforderung annehmen.
Es wird eine Aufgabe, die alles abverlangt. Wenn es jedoch gelingt, erneut als Einheit aufzutreten und mit Disziplin sowie Einsatzwillen dagegenzuhalten, ist auch in Venrath eine Überraschung nicht ausgeschlossen.
Stephan Epple
Mo, 10. August 2026
Kreispokal; 1. Runde: Viktoria Doveren - Rheinland Dremmen