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FC Viktoria Doveren e.V.

 

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Spielbericht: Niersquelle Kuckum II - Viktoria Doveren

Drei Punkte vom Winde verweht

 

Usselig. Anders lässt sich dieser Sonntag in Kuckum kaum beschreiben. Es war kalt, dieser feuchte, kriechende Typ von Kälte, der einem langsam in die Knochen zieht. Der Regen kam nicht in Schauern, sondern dauerhaft, fast trotzig. Dazu Wind, der über das Niersstadion pfiff und jede hohen Ball zur Lotterie machte.

 

Die Voraussetzungen für die Viktoria waren ohnehin alles andere als komfortabel. Dennis Krieger musste gleich auf mehrere Stammkräfte verzichten. Neben den Langzeitverletzten Philipp Morr und Gilbo Ryssen fehlten kurzfristig auch Tufan Köse, Kapitän Louis van Zanten, Andy Lewezki, Enes Cobanoglu und Tufan Verim. Das ist nicht einfach zu kompensieren, schon gar nicht auswärts und bei solchen Bedingungen.

 

Also rückten zwei A-Jugendspieler in den Fokus. Julius Hacker stand direkt auf dem Platz und kam damit schneller zu seinem Startelfdebüt im Seniorenbereich als vielleicht gedacht. Später durfte auch Thorben Rumpf ran. Keine einfache Aufgabe an so einem Nachmittag, aber genau dafür spielt man ja Fußball.

 

Kuckum brauchte keine lange Anlaufzeit. Die Gastgeber gingen früh drauf, suchten immer wieder den Weg über die rechte Abwehrseite der Doverener und spielten insgesamt sehr körperbetont. Viktoria hatte Mühe, in die Zweikämpfe zu kommen und Ordnung zu finden. Nach acht Minuten traf Hamman zur Führung, Major legte kurz vor der Pause das zweite Tor nach. Das 2:0 zur Halbzeit war verdient, weil Kuckum klarer und entschlossener agierte.

 

In der Pause reagierte Krieger. Tobi Sagert kam ins Spiel und sollte mit seiner Erfahrung für mehr Stabilität sorgen. Tatsächlich wirkte Viktoria nach dem Seitenwechsel wacher und präsenter. Die Mannschaft stand kompakter, traute sich nun auch Abschlüsse aus der Distanz zu.

 

Der Anschlusstreffer in der 56. Minute entstand genau so. Ein Fernschuss von Enis Cobanoglu brachte den gegnerischen Torhüter in Schwierigkeiten, der Ball landete im Netz. Plötzlich war wieder Leben im Spiel. Man hatte das Gefühl, hier geht noch etwas.

 

Doch so richtig zwingend wurde es nicht mehr. Statt den Keeper weiter mit Distanzschüssen zu prüfen, verlor sich das Spiel zu häufig in kleinem Kombinationsspiel rund um den Strafraum. Der letzte Pass fehlte, manchmal auch einfach die Entschlossenheit. Kuckum verteidigte das am Ende nicht spektakulär, aber konsequent.

 

Unterm Strich bleibt eine knappe 1:2-Niederlage. Sicher nicht das, was man sich zum Rückrundenstart vorgestellt hat. Aber auch ein Spiel, das zeigt, wo angesetzt werden muss. Jetzt geht es darum, in den Trainingswochen nachzuarbeiten und in den kommenden Partien die nötigen Punkte zu holen, um nicht unnötig in Abstiegsgefahr zu geraten.

 

Aufstellung: Engel - S. Goertz, Hickmann, Hacker (46. Sagert), F. Goertz – Enis Cobanoglu (79. Bieonuma), C. Goertz, Yesil, Marcos Jimenez, Schmitz (69. Rumpf) – Nolte (60. Rebing)

 

Daniel Marcos und Stephan Epple

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Veröffentlichung

Mo, 23. Februar 2026

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