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FC Viktoria Doveren e.V.

 

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Vorschau: Viktoria Doveren - TuS Jahn Hilfarth

Rurnostalgie im Flutlicht: Viktoria vs. TuS Jahn

Zwanzig Jahre ist es nun her, dass die Viktoria zuletzt in der höchsten Klasse auf Kreisebene um Punkte spielte. Das damals nur einjährige Gastspiel in der A-Liga war das Ergebnis eines Aufstiegskampfes, der im Mai 2005 an Spannung kaum zu überbieten war und bis heute Stoff für immer neue Erzählungen liefert.

 

Damals stand der TuS Jahn Hilfarth 27 Spieltage lang auf dem Platz an der Sonne. Die Jahner spielten eine souveräne und stabile Saison. Und doch blieb Viktoria Doveren stets in Lauerstellung, wie man so schön sagt. Hartnäckig, aber immer um 2 bis 3 Punkte hinter dem Rivalen von der Rur.

 

Vor dem letzten Spieltag war die Lage dann so klar wie eindeutig: Beide Teams 58 Punkte, die Jahner allerdings mit einer überragenden Tordifferenz, die selbst optimistische Doveraner nur mit einem gequälten Lächeln zur Kenntnis nahmen. Ein klassisches Herzschlagfinale, nur ohne die Garantie auf ein Happy End.

 

Doch der damalige Trainer Tossi Barata präsentierte an diesem Morgen eine verblüffend simple Gleichung:
„Wir gewinnen unser Spiel gegen Kleingladbach und Hilfarth holt gegen Hückelhoven höchstens einen Punkt.“
Ein Satz mit viel Gottvertrauen! Aber: Er wirkte. Die Mannschaft glaubte. Und manchmal ist im Amateurfußball Glaube tatsächlich eine taktische Grundordnung.

 

Was dann geschah, ließ sich kaum besser schreiben.

 

Borussia Hückelhoven, stand im Ruf, grundsätzlich kein angenehmer Gegner zu sein, rang Hilfarth ein 3:3 ab. Ein Fußballwunder lag in der Luft, dass Doveren nur noch bestätigen musste. 

 

Die Viktoria wusste diese Vorlage zu verwerten und schickte den Gast aus Kleingladbach mit einem deutlichen 5:1 nach Hause. Der Aufstieg war perfekt.

Und selbstverständlich floss der Gerstensaft in Strömen. In solchen Strömen, dass das Getränkelager schnell an seine Kapazitätsgrenze stieß und der Nachschub kurzfristig von südwestlich der Rur nachgeordert werden musste. Dort wurde es schließlich nicht mehr gebraucht. 

 

Ganz so dramatisch wie vor zwanzig Jahren ist die Ausgangslage vor dem ewig jungen Duell unserer Viktoria mit dem TuS Jahn Hilfarth am kommenden Dienstag zwar nicht, aber komplett ohne Würze kommt dieses Derby dann doch selten aus. Diesmal trennen beide Vereine lediglich ein Punkt, doch hat man es sich im gesicherten Mittelfeld der Tabelle recht gemütlich gemacht: Hilfarth steht mit 22 Zählern auf Rang vier, Doveren folgt mit 21 Punkten auf Platz acht.

 

Der TuS hat sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten peu à peu nach oben gearbeitet und zuletzt mit einem durchaus beeindruckenden Torhunger auf sich aufmerksam gemacht: zwei 7:0-Kantersiege gegen Immerath und die Kuckumer Reserve sowie starke Auftritte wie das 3:1 gegen Klinkum, ein 5:3 in Holzweiler oder das 4:1 in Schwanenberg. Die Botschaft ist klar: Der Jahn steht nicht zufällig unter den Top Vier und die Hilfarther Torfabrik arbeitet derzeit im Drei-Schicht-Betrieb.

 

Besonders pikant: Für die Viktoria gibt es ein Wiedersehen mit zwei alten Bekannten. Jahn-Kapitän Felix Grauke und Fabian Weckauf trugen im vergangenen Jahrzehnt noch selbst das Doveraner Grün-Weiß. Typische Geschichten, die jedes Derby ein klein wenig besonders machen.

 

Unsere Elf möchte sich im letzten Heimspiel des Jahres – das in Hückelhoven am 9. Dezember um 19:00 Uhr ausgetragen wird, an dieser Stelle ein herzlicher Dank an Borussia für die Platznutzung – natürlich mit einem Sieg verabschieden. Nach der lehrreichen Niederlage in Effeld gilt es, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren, um das Jahr als Derbysieger abzuschließen.

 

 Alles im Blick: Trainer Dennis Krieger und sein Assistent Varol Elibol 

 

Die Krieger-Truppe wird dafür alles in die Waagschale werfen, was nach dreizehn Spieltagen noch hineinzulegen ist. Und wenn es gut läuft, können die Fans am Ende vielleicht nicht in Strömen, aber immerhin mit spürbarem Genuss ihren Gerstensaft zu sich nehmen.

 

Stephan Epple

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Veröffentlichung

Do, 04. Dezember 2025

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