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FC Viktoria Doveren e.V.

 

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Spielbericht: Viktoria Kleingladbach - Viktoria Doveren

In Kleingladbach nichts Neues

Was gibt es von der Kleingladbacher Heubahn zu erzählen? Nicht viel, außer vielleicht, dass unsere Viktoria an diesem tristen Sonntagnachmittag wirkte, als hätte man sie direkt von einem fettigen Buffet bei Großmutters Neunzigsten aufs Feld kommandiert. 1:2 verloren. Verdient. Vor allem wegen einer schwachen ersten Halbzeit, die so schläfrig daherkam, als würden die Jungs noch unter dicken Wolldecken liegen, irgendwo zwischen Omas abgewetztem Blümchensofa und einem zu heiß befeuerten Kamin.

 

Die letzten Ausläufer der Eisheiligen hatten den Nachmittag fest im Griff. Kalte Luft kroch über die Felder rund um Kleingladbach. Graue, dicke Wolken hingen tief wie nasse Lappen über dem Platz. Alles wirkte schwer. Der Ball. Die Beine. Die Gedanken. Unsere Viktoria versuchte irgendwie ins Spiel zu kommen, aber Kleingladbach stand früh in der Doverener Hälfte. Sie waren bissig, unangenehm, ständig einen Schritt schneller im Kopf. Kaum hatte ein Grüner den Ball am Fuß, war schon einer in Blau dazwischen und stellte die Wege zu.

 

Die aus der Not folgenden langen Bälle nach vorne wirkten eher wie Verzweiflungsakte als wie Fußball. Hinten nahm Kleingladbach das dankbar an, klärte alles souverän und schob die Kugel wieder zurück in unsere Hälfte. Doveren schleppte sich durch diese Partie wie durch einen verkaterten After-Waldesruh-Morgen. Keine Ideen, kein Tempo, keine Aggressivität. Und so stand es nach zwanzig Minuten schon 0:2. Und das völlig zurecht.

 

 Trauriger Nachmittag: Nichts zu holen in Kleingladbach. 

 

Danach plätscherte die erste Halbzeit dahin. Kleingladbach kontrollierte das Spiel ohne große Mühe, während unsere Viktoria wenigstens versuchte, nicht komplett auseinanderzufallen. Kurz vor der Pause dann doch noch ein kleiner Lichtblick. Elia Rohloff tauchte frei vor dem Torwart auf. Für einen Moment hielt alles den Atem an. Aber der Keeper blieb Sieger. Passte irgendwie zu diesem lausigen Nachmittag.

 

Nach der Pause dasselbe Bild. Kleingladbach hatte alles im Griff, ohne dabei groß glänzen zu müssen. Doveren versuchte weiter, mit bescheidenen spielerischen Mitteln etwas nach vorne zu erzeugen, blieb aber zumeist harmlos. Erst mit den Einwechslungen von Ozzy Yesil und Tobi Sagert kam ein bisschen Leben rein. So etwas wie Widerstand bäumte sich auf. Vielleicht auch, weil den Gastgebern langsam die Kräfte ausgingen. Die Räume wurden größer, die Fehler hinten mehr. Chancen waren da. Gute sogar. Aber wie in den Wochen zuvor fehlte vorne die letzte Kaltschnäuzigkeit.

 

Erst tief in der Nachspielzeit blieb dann wenigstens Nick Nolte ruhig, als er allein vor dem Keeper auftauchte und zum 1:2 einschob. Kurz danach war Schluss. Null Punkte. Rückfahrt zum Junkerberg. Immerhin hatte die Konkurrenz im Tabellenkeller auch nichts zustande gebracht. Wenigstens darin blieb an diesem grauen Nachmittag auch alles beim Alten.

 

Engel - Lewezki (85. Müller), Hickmann, F. Goertz , S. Goertz (46. Yesil) - Morr, C. Goertz (80. Topp), van Zanten, Rohloff (70. Sagert), Marcos - Köse (85. Nolte)

 

Reserve siegt in der Nachspielzeit

Unsere Reserve hatte schon am Freitagabend ihr Kreisliga-Drama durchgespielt. In Merbeck bei der Spielgemeinschaft Merbeck/Viktoria Wegberg hatte die Nolte-Truppe zunächst alles im Griff. Kein großes Spektakel. Nick Nolte und Till Mackenstein sorgten mit ihren Treffern für ein verdientes 2:0 zur Pause und eigentlich sprach wenig dafür, dass der Abend noch chaotisch werden würde.

 

Aber dann kam die zweite Halbzeit und mit ihr Bruder Schlendrian in die Partie der Viktoria. Plötzlich wurde nicht mehr richtig nachgesetzt, die Wege wurden länger, die Köpfe langsamer. Merbeck roch, dass da noch etwas ging, und kam eine Viertelstunde vor Schluss zurück in die Partie.

 

Als dann tief in der Nachspielzeit auch noch der Ausgleich fiel, konntest du den Frust praktisch hören. Diese drei Punkte waren schon dabei, sich aus dem Staub zu machen. Und dann das.

 

Doch wenn es in den letzten Wochen etwas gab, worauf man sich bei unserer Zweitvertretung verlassen konnte, dann auf unseren Bomber Sebastian Sonn. Der Junge hat mittlerweile die Aura eines Typen, den du nachts um drei wecken kannst und der dir in der Nachspielzeit des WM-Finales das Ding gegen die Holländer in den Knick knallt. Ecke in der 94. Minute. Ball kommt rein. Sonn steigt hoch. Und dann nickt das Goldköpfchen das Ding tatsächlich noch zum 3:2-Sieg rein. Komplett absurd. Komplett Kreisliga.

 

Stephan Epple

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Veröffentlichung

So, 17. Mai 2026

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