Vorschau: SV Immerath - Viktoria Doveren und Viktoria Doveren - SC Wegberg

Englische Wochen am Junkerberg: Die Viktoria kämpft um ihre Zukunft

Im Fußball hat sich der Begriff „Englische Woche“ fest eingebürgert. Seinen Ursprung verdankt er dem Mutterland des Spiels, in dem der dicht gedrängte Spielplan aus Liga- und Pokalwettbewerben seit jeher Wochen hervorbringt, in denen drei Partien keine Ausnahme, sondern beinahe Gewohnheit sind. Kurios dabei: Während man im Deutschen ganz selbstverständlich von der „Englischen Woche“ spricht, würde im englischen Sprachraum kaum jemand diesen Ausdruck verwenden. Dort heißt es schlicht „Three-Game Week“.

 

Für die Viktoria brechen nun genau solche Wochen an und sie kommen zu einem Zeitpunkt, der kaum fordernder sein könnte. Der Kader ist ohnehin stark strapaziert, die Kräfte sind nicht unendlich. Was bevorsteht, ist mehr als nur eine Serie von Spielen; es ist eine Phase, die über den weiteren Verlauf der Saison entscheiden kann.

 

Den Auftakt bildet bereits am morgigen Mittwoch das Nachholspiel in Immerath. Für die Gastgeber dürfte es eine der letzten Gelegenheiten sein, noch einmal Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu finden. Entsprechend entschlossen werden sie auftreten. Doch auch für die Elf vom Junkerberg ist die Ausgangslage klar: Nach Wochen voller Enttäuschungen bietet sich nun die Chance, ein Zeichen zu setzen. Ein Sieg würde nicht nur Punkte bringen, sondern auch ein Stück Zuversicht zurückgeben und den Blick nach vorn erleichtern.

 

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Schon am Sonntag wartet am heimischen Junkerberg die nächste Aufgabe, wenn der SC Wegberg seine Visitenkarte abgibt. Die Rollen scheinen verteilt, nicht zuletzt mit Blick auf das deutliche Hinspielergebnis. Die Viktoria geht als Außenseiter in diese Partie. Doch gerade in solchen Momenten lebt der Fußball von seiner Unberechenbarkeit. Mit der Unterstützung der eigenen Anhänger im Rücken keimt die Hoffnung, dass es gelingt, dem Spiel eine andere Wendung zu geben.

 

Reserve will Wiedergutmachung

Die deutliche Niederlage in Venrath hat Spuren hinterlassen. Ein 0:8, das schmerzt und nachwirkt, weit über den Abpfiff hinaus. Doch gerade im Fußball, der kaum Zeit zum Innehalten lässt, bewahrheitet sich eine alte Weisheit mehr denn je.

 

Was Sepp Herberger einst schlicht formulierte, kann unsere Reserve nun in Anspruch nehmen: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

 

Der Blick der Nolte-Truppe richtet sich nach vorn. Mit der dritten Mannschaft der Niersquelle Kuckum wartet am kommenden Sonntagmittag eine Aufgabe, die neue Zuversicht erlaubt. Es ist die Gelegenheit, die richtigen Antworten zu geben und mit einem Sieg den Wochenendausgang zu versüßen.

 

Und täglich grüßt das Murmeltier

Für unsere A-Jugend beginnt die Fußballwoche am kommenden Donnerstag. Bereits zum vierten Mal in dieser Saison treffen die Jung-Viktorianer auf ihren Namensvetter aus Waldenrath-Straeten. Ein Lieblingsgegner ist der Zwei-Dörfer-Klub bislang nicht gewesen. Drei Niederlagen sprechen eine deutliche Sprache und lassen erahnen, welche Hürde sich am Junkerberg erneut in den Weg stellt.

 

Sollte es nun gelingen, den ersten Sieg einzufahren und den eigenen „Kryptonit“ endlich zu bezwingen, könnte das Kräfte freisetzen für die nächste Herausforderung.

 

Denn schon am Samstag wartet auswärts in Kückhoven eine weitere anspruchsvolle Aufgabe. Mit zwei Siegen binnen weniger Tage würde sich die Tür nach oben öffnen. Mindestens Platz vier in der Sonderliga wäre dann in Reichweite. 

 

Stephan Epple

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Veröffentlichung

Di, 21. April 2026

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