Vorschau: SG Holzweiler-Katzem - Viktoria Doveren

Zeit, dass sich was dreht

Seit vier Spieltagen ist Viktoria ohne Sieg, und diese Serie hat sich leise, fast unmerklich in den Alltag der Mannschaft geschoben. Es sind keine deutlichen Einbrüche gewesen, eher Partien, in denen Kleinigkeiten den Ausschlag gaben und am Ende gegen sie liefen. Dennoch wächst der Druck, denn in einer engen Kreisliga bedeutet jeder liegen gelassene Punkt einen Schritt auf der Stelle. Der Auftritt am kommenden Sonntag „In der Kull“ kann einen entscheidenden Wendepunkt in der Saison markieren.

 

Die Spielgemeinschaft aus Holzweiler und Katzem stellt dabei einen Gegner dar, der zwar auf dem Papier zur Kategorie Top-Team der Liga zählt, aber nicht unantastbar wirkt. Einen Überraschungscoup der Junkerberg-Elf kann durchaus Berechtigung zugesprochen werden. Jedoch muss man unbedingt die Offensive des Zwei-Dörfer-Teams in den Griff bekommen. Besonders van Rossum prägt das Angriffsspiel der Gastgeber. Mit 24 Treffern gehört er zu den auffälligsten Stürmern der Liga. Schon im Hinspiel zeigte er seine Qualität und erzielte zwei Tore beim 3:1-Erfolg. Ein großer Teil der Offensivaktionen der SG zielt auf ihn ab, viele Angriffe enden bei ihm oder werden von ihm weitergeleitet. Entsprechend klar ist die Aufgabe für die Defensive um Julian Hickmann. Gelingt es, van Rossum früh zu stellen und ihm die Tiefe zu nehmen, verliert das Spiel der Gastgeber deutlich an Gefährlichkeit.

 

Gleichzeitig wird die Krieger-Truppe mehr Eigeninitiative brauchen als zuletzt. Die Mannschaft kommt zu Chancen, lässt sie jedoch zu oft liegen. In dieser Hinsicht bietet Holzweiler durchaus Ansatzpunkte. 46 Gegentore nach dem bisherigen Saisonverlauf sprechen nicht für defensive Stabilität. Gelingen schnelle Seitenverlagerungen und Druckaufbau über die Außenbahnen werden Lücken im Holzweiler Abwehrverbund entstehen, die genutzt werden können. 

 

Für die Viktoria gilt mit Tempo und sauberen ersten Kontakten diese Lücken zu suchen und erfolgreich auszunutzen. Entscheidend wird sein, diese Momente nicht zu überhasten, sondern auszuspielen. Dann kann aus einer bislang sieglosen Phase mehr werden als nur ein statistischer Makel. Die Hoffnung auf eine Trendwende kann am Sonntag um kurz nach 17:00 Uhr Wirklichkeit annehmen. 

 

Jung-Viktorianer beim Krisenduell in Orsbeck

Für die A-Jugend steht am Samstag in der Sonderliga die nächste Bewährungsprobe an. Nach der deutlichen 1:5-Niederlage in Wegberg führt der Weg nun nach Wassenberg-Orsbeck, wo die Mannschaft eine Antwort auf den vergangenen Auftritt geben will.

 

Der 1. FC steht punktgleich in der Tabelle und rangiert lediglich aufgrund der besseren Tordifferenz einen Platz vor der Viktoria. Die Ausgangslage verspricht ein Duell auf Augenhöhe, in dem Nuancen entscheiden dürften.

 

Für die Spieler von Trainer Yves Nolte wird es darauf ankommen, von Beginn an wach zu sein und die Konzentration über die gesamte Spielzeit hochzuhalten. Gelingt es, diese Haltung auf den Platz zu bringen und als Team zu bestehen, kann die Fahrt nach Orsbeck mehr sein als nur der nächste Spieltag. Dann wäre sie der Schritt zurück in die Spur, mit Punkten im Gepäck und neuem Vertrauen für die kommenden Aufgaben am Junkerberg.

 

Stephan Epple

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Veröffentlichung

Do, 05. März 2026

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