Vorschau: SV Immerath - Viktoria Doveren

Auf der letzten Rille in die Winterpause

Man musste nach dem Derby gegen Hilfarth eigentlich nur in die Gesichter unserer Jungs blicken: Müde, abgekämpft, schweißglänzend. Ein bisschen wie Krieger nach einer epischen Schlacht. Da wusste selbst der letzte Supporter: Es ist höchste Zeit für die wohlverdiente Winterpause. Und was für eine Hinserie die Krieger-Elf hingelegt hat! Angefangen mit einer Aufholjagd, die selbst Nolans „Interstellar“ als zu realistisch hätte wirken lassen. Wer ein 0:4 in Uevekoven noch in ein kaum mögliches 4:4 verwandelt, der glaubt schließlich auch, dass Wunder nur eine Frage der Willenskraft sind. Dazu souveräne Siege gegen Birgelen, Ratheim, Kückhoven und Schwanenberg, die die spielerische Klasse des Teams unterstrichen.

 

Natürlich waren auch lehrreiche Niederlagen dabei. Wegberg und Effeld haben uns gezeigt, dass auch Neulinge in der Liga mal Lehrgeld zahlen müssen. Doch der emotionale Höhepunkt war ganz klar der Last-Minute-Ausgleich gegen Kleingladbach. Ein Moment, bei dem selbst gestandene Fans plötzlich wieder wussten, warum Fußball auch einfach „bloody hell“ sein kann.

 

Alles in allem können die Viktoria-Fans sich unterm Tannenbaum zufrieden auf die Geschenke stürzen und dabei an die Rückrunde denken, die hoffentlich genauso spektakulär weitergeht wie die Hinserie aufgehört hat. Vorher heißt es jedoch ein letztes Mal alle Kräfte sammeln, bevor die Jungs sich Weihnachtsgans, Vanillekipferl und Sofa verdient haben.

 

In Immerath wartet nämlich noch ein Gegner, der zwar Vorletzter ist, aber so gar nicht wie ein klassischer B-Liga-Abstiegskandidat daherkommt. Unter Spielertrainer Thelen hält sich das Team oft erstaunlich wacker und hat schon einige Achtungserfolge eingesammelt: 5:5 in Helpenstein, 2:2 in Wassenberg und ein wichtiger und deutlicher 4:0-Sieg gegen den VfJ Ratheim. Trotzdem haperts beim Toreschießen. Mit 16 Kisten in der gesamten Saison stellt Immerath die zarteste Angriffsreihe weit und breit. Da tat der 2:1-Auswärtssieg in Birgelen am letzten Wochenende besonders gut, um die Moral zu stärken für das letzte Heimspiel des Jahres gegen unsere Elf vom Junkerberg.

 

Nach der bitteren Niederlage unter der Woche gegen Hilfarth lichtet sich das Lazarett der Viktoria langsam wieder. Köse, Hickmann und der nach abgesessener Sperre schmerzlich vermisste Fabian Goertz sind wieder an Bord. Lediglich Philipp Morr plagt sich weiterhin mit Leistenproblemen herum.

 

Mit der stabilen Viererkette und einer Angriffsbesetzung, die Offensivfreude pur verspricht rund um Marcos, Köse und Enis Cobanoglu, orchestriert von den kreativen Mittelfeldmotoren Yesil, van Zanten und Chris Goertz setzt Trainer Krieger im finalen Spiel des Jahres auf dynamisches Spiel, viel Druck und frische Akzente über die Außenbahnen. Also: Kommt nach Immerath! Unsere Jungs verdienen zum Abschluss dieses überragenden Jahres nichts weniger als volle Unterstützung, lautstarke Fans und die Gewissheit, dass Viktorianer auch auswärts zusammenstehen.

 

Ein Dorf – ein Team – eine Viktoria!

 

Stephan Epple

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Veröffentlichung

Do, 11. Dezember 2025

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