Abschluss der englischen Woche gegen Jahn Hilfarth

Am Sonntag steht bereits der 3. Spieltag für unsere Elf vom Junkerberg an. Zum Abschluss der englischen Woche wartet gleich das erste Derby der Saison. Die Nachbarn von der anderen Rurseite aus Hilfarth geben sich am ehrwürdigen Junkerberg die Ehre. Oder anders gesagt: Es wird erstmals in dieser Saison richtig nach Nachbarschaftsstreit riechen. Wer bei diesem Wettkampf die Nase vorn haben wird, können unsere treuen Fans ab 15:00 Uhr verfolgen.

 

Eines haben die Gäste vom TuS unseren Viktorianern bereits jetzt voraus. An der Callstraße in Hilfarth sollen Ende September die Bagger anrollen und mit den Arbeiten am neuen Kunstrasenplatz beginnen. Da der Platz ausschließlich von der Stadt Hückelhoven finanziert wird, kann dort schon etwas früher Schluss mit Tenne, Staub und braunen Trikots sein. Auf diesem Wege wünschen wir den Jahnern einen reibungslosen Ablauf und allzeit freie Fahrt für Bagger, Radlader und was sonst noch so über die Asche rollt.

 

Unser Klub muss sich dagegen leider noch etwas in Geduld üben. Wie unser Bürgermeister Bernd Jansen berichtete, können die Bauarbeiten erst beginnen, wenn der Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung überreicht wurde. Und dieser steht Stand jetzt noch aus. Da die Finanzierung unseres neuen Stadions teilweise durch den Bund bezuschusst wird, mahlen die Mühlen hier - überraschenderweise (Ironie off, hüstl, hüstl) - etwas langsamer.

 

Ein verfrühter Baubeginn wäre förderschädlich. Und so sind der Stadt momentan die Hände gebunden. Während in Hilfarth also schon bald die ersten Maschinen auf dem Platz stehen könnten, heißt es am Junkerberg vorerst weiter: Geduld haben und abwarten.

 

Was uns Viktorianern bekanntlich besonders leichtfällt. Nicht.

 

Nun zurück zum Sport.

 

Für das Team von Thorsten Berg wird das Spiel gegen Hilfarth erneut zu einem Gradmesser. Einer, an dem sich ziemlich gut ablesen lässt, wo unsere junge Truppe nach den ersten Spieltagen leistungsmäßig steht.

 

Denn die Jahner kommen mit einem neuen Coach, Idris Börek, an der Seitenlinie. Und auch ihren Topstürmer Nico Sodekamp aus der vergangenen Saison konnten die Hilfarther halten. Trotz des heftigen Werbens des heißgeliebten Ortskonkurrenten Germania.

 

Es gibt sie also tatsächlich noch, die Romantik im Kreisligafußball. Spieler, die sich nicht von großen Versprechungen und monetären Liebesbekundungen aus der Ruhe bringen lassen und lieber dort bleiben, wo sie sich offenbar wohlfühlen. Das macht Hoffnung. Nicht nur für den Fußball im Kreis, sondern vielleicht auch für unsere eigenen jungen Talente.

 

Sportlich macht uns dieser Verbleib die Angelegenheit allerdings nicht gerade leichter. Aber solange beim TuS die Null auf der Habenseite steht und die Uhr unerbittlich weiterläuft, dürfen unsere Jungs vom kleinen Überraschungscoup träumen. Mit jedem gewonnenen Zweikampf, jedem gehaltenen Ball und jeder weiteren Minute wächst vielleicht auch das Vertrauen in die eigene Stärke.

 

Und dann könnte am Ende sogar am Junkerberg ein wenig Kreisligaromantik aufkommen.

 

Eine schöne Überschrift für den Montagsspielbericht wäre da doch:

 

„Doverener Jung schießt die Viktoria in der 90. Minute zum Derbysieg.“

 

Man wird ja wohl noch träumen dürfen.

 

Stephan Epple

 

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Veröffentlichung

Do, 03. September 2026

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