Spielbericht: Viktoria Doveren - SC Wegberg
Trotz einer 0:1-Heimniederlage: Mehr Licht als Schatten
Der Unterschied zwischen dem SC Wegberg und unserer Viktoria war an diesem Tag kein großer. Immer wieder gab es Momente, die die Zuschauer aus dem kühlen Schatten nahe des Ausschanks lockten, nicht nur um die Wärme der Frühlingssonne zu spüren, sondern auch um das Geschehen auf dem Platz aufmerksamer zu verfolgen.
Die Hoffnung auf eine kleine Überraschung gegen den Tabellenzweiten war im Verlauf der Partie durchaus spürbar. Die Umstellungen von Trainer Marcos, insbesondere im Defensivverbund, verliehen der Mannschaft mehr Stabilität. Mit dem Zurückziehen von Chris Goertz in die Innenverteidigung und der Nominierung der jungen, lauf- und kampfstarken Doppelsechs um Ozzy Yesil und Thorben Rumpf gewann das Zentrum deutlich an Sicherheit, mehr als noch zuletzt in Immerath.
Allerdings ging diese neu gewonnene Stabilität zulasten der Durchschlagskraft in der Offensive. Die Wegberger verstanden es vor allem in der ersten halben Stunde, ihre spielerische Überlegenheit zu nutzen, das Geschehen weit vom eigenen Tor fernzuhalten und immer wieder feine Nadelstiche zu setzen, ohne dabei ganz zwingend zu werden. Nur einmal wurde es wirklich gefährlich, als Torwart Erik Engel aus kurzer Distanz glänzend reagierte.
Die Führung für den Sportclub fiel dennoch ein wenig überraschend. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung der Junkerberg-Elf wurde Schröder zentral vor dem Tor angespielt. Mit einer schnellen Drehung verschaffte er sich Raum und schob den Ball in Minute 34 aus rund 14 Metern überlegt ins rechte untere Eck. So ging der Gast mit einer knappen 1:0-Führung in die Pause.
Im zweiten Durchgang verlor die Partie zunehmend an Tempo und entwickelte sich zu einem eher ruhigen Frühlingskick. Unserer Viktoria fehlten die zündenden Ideen und die nötige Entschlossenheit, um den Abwehrriegel der Wegberger ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Der SC beschränkte sich darauf, die Führung zu verwalten, und brachte das Ergebnis ohne größere Schwierigkeiten über die Zeit.
Am Ende blieb unsere Viktoria im sechsten Spiel in Folge ohne Erfolg und die erhoffte kleine Sensation verkroch sich wieder ins Dunkle. Dennoch wirkte diese Begegnung wie ein Schritt in die richtige Richtung. Der Weg aus jenem Schatten des Tabellenkellers ist noch lang und mühsam, doch die gezeigte Leistung lässt hoffen. Am Horizont sind bereits erste zarte Sonnenstrahlen zu erkennen.
Engel - van Zanten, Hickmann, C. Goertz, F. Goertz - Cobanoglu, Yesil (69. Lewezki), Rumpf, Marcos, Morr - Rebing (45. Rohloff, 89. S. Goertz)
Dreierpack vom „Bomber“
Wie ein Honigkuchenpferd strahlte Mittelstürmer Sebastian Sonn nach dem Schlusspfiff der Reserve gegen die Drittvertretung der Niersquelle Kuckum. In den neunzig Minuten zuvor war dem von seinen Mannschaftskollegen, mit einem leichten Hauch Ironie, liebevoll „Bomber“ genannten Angreifer beim 5:1-Sieg ein Dreierpack gelungen.
Nach dem frühen 0:1-Rückstand war Sonn zunächst zur Stelle und brachte seine Farben zurück ins Spiel. Nachdem Lenny Müller und Kapitän Ben Gruntmann die Partie endgültig zugunsten der Viktoria gedreht hatten, setzte der „Bomber“ mit seinen Treffern zum 4:1 und 5:1 den Schlusspunkt unter einen gelungenen Nachmittag. Damit erteilte er sich gewissermaßen selbst die Erlaubnis für eine verdiente Currywurst und ein kühles Bierchen nach dem Abpfiff.
A-Jugend bleibt vom Pech verfolgt
Die Jung-Viktorianer mussten bereits am Donnerstag die vierte Niederlage in Serie gegen Waldenrath-Straeten hinnehmen. Gegen die andere Viktoria unterlag man unglücklich mit 2:3.
Ähnlich bitter verlief auch die Partie am Samstag bei Germania Kückhoven. Trotz einer 3:1-Führung zur Halbzeit kehrte man ohne Punkte an den Junkerberg zurück. Am Ende erwiesen sich die Kückhovener als zu stark und krönten ihre Aufholjagd mit einem 4:3-Heimsieg.
Stephan Epple
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