Spielbericht: SV Schwarz-Weiss Schwanenberg - Viktoria Doveren

Frühlingssonne und Führungsduft, doch am Ende welkten die Punkte

 

Frei nach Eduard Mörike ließ der Frühling sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte, und süße, wohlbekannte Düfte zogen ahnungsvoll über den kleinen Kunstrasenplatz in Schwanenberg am gestrigen Sonntagnachmittag. Horch – von fern ein leiser Anpfiff zum Meisterschaftsspiel unserer Viktoria gegen den SV Schwarz-Weiss Schwanenberg.

 

So wohlig warm die Temperaturen waren und der Frühlingsanfang die mitgereisten Fans vom Junkerberg sanft empfing, so schwungvoll und intensiv entfaltete sich auch die Partie. Schnell wurde deutlich, dass es kein gemütliches Zusammenkommen unter der milden Frühlingssonne werden würde, sondern ein leidenschaftlich geführter Schlagabtausch zweier Tabellennachbarn auf Augenhöhe.

 

Auf der kleinen, engen Spielstätte entspann sich in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel, in dem lange nicht auszumachen war, wer das Zepter des Handelns führen würde. Klare Einschussmöglichkeiten blieben rar gesät, stattdessen rieb man sich in intensiven Zweikämpfen im Mittelfeld auf. Bis in der 21. Minute ein Konter der Viktoria den ersten entscheidenden Akzent setzte.

 

Nach langer Ausfallzeit kehrte Doverens Sturmführer Nummer eins, Aybo Köse, auf den Platz zurück und bewies sogleich seine Schlitzohrigkeit. Ein Missverständnis zwischen Schwanenberger Abwehr und Torhüter nutzte er eiskalt aus und schob zur 1:0-Führung ein. Mit diesem knappen Vorsprung ging es schließlich in die Pause.

 

Den Rückstand wollten die Gastgeber im zweiten Durchgang nicht auf sich sitzen lassen. Entschlossen stemmten sie sich gegen die drohende Niederlage und erhöhten den Druck auf das Doverener Tor. Doch zunächst fanden die Schwäne ihren Meister in Erik Engel, der glänzend aufgelegt war und mit zwei starken Paraden den Ausgleich verhinderte.

 

Auf der anderen Seite bot sich Tobi Sagert die große Gelegenheit, auf 2:0 zu erhöhen, doch zum Leidwesen des Doverener Anhangs ließ er diese Chance ungenutzt.

 

Letztendlich nahm das Spiel seinen Lauf, wie er im Fußball oft gesetzmäßig verankert ist: In der 73. Minute gelang Schwanenberg durch Sidibe der Ausgleich zum 1:1. Und so kippte die Partie schließlich. Fünf Minuten vor dem Ende traf Krause zur 2:1-Führung für die Gastgeber und ließ die Junkerberg-Elf in Rückstand geraten.

 

Doch Doveren gab sich nicht geschlagen. In den letzten Minuten bäumte sich die Mannschaft noch einmal mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage auf. Allein das Glück wollte an diesem Nachmittag nicht auf Seiten der Viktoria stehen. In der Nachspielzeit bot sich dem eingewechselten Lenny Müller noch die große Möglichkeit zum – im Nachhinein gerechten – Ausgleich, doch auch dieser Versuch blieb unvollendet.

 

So blieb am Ende nur die bittere Gewissheit: Unsere Farben mussten traurig von dannen ziehen und den verheißungsvollen Frühlingsbeginn mit einer schmerzlichen Niederlage beschließen.

 

Engel - S. Goertz, Hickmann, F. Goertz, Lewezki (87. Hacker) - Bieonuma (46. Morr), C. Goertz, van Zanten, Sagert (60.Nolte), Marcos - Köse (75. Müller)

 

Daniel Marcos und Stephan Epple

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Veröffentlichung

Mo, 23. März 2026

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